
Montag
Die Koffer waren gepackt. Endlich konnten wir unsere Klassenfahrt beginnen lassen.
Der Bus kam pünktlich um 8.45 Uhr. Alle hatten ihre Koffer eingeladen und stürmten in den Bus, um möglichst einen guten Platz zu kriegen. Die meisten hatten auf der Fahrt zum Petershainer Hof viel Spaß.
Als wir endlich angekommen waren, mussten wir erst einmal unsere Betten beziehen. Das war vielleicht mühsam! Nachdem jeder sein Bett bezogen hatte, erklärten der Förster und der Zivi Daniel die Regeln, die im Haus zu beachten sind. Darauf folgend haben alle Mittag gegessen. Nach so einer langen Fahrt hat man ja einen Riesenhunger! Nach dem Mittagessen hatten alle ein bisschen Freizeit, in der hauptsächlich Fußball gespielt wurde.
Um ungefähr 14.00 Uhr holte uns der Förster Rainer ab, und wir machten Spiele mit Stöcken und den Sinnen.
Als die Spiele zu Ende waren, gingen wir wieder zum Petershainer Hof zurück und spielten dort frei auf dem Gelände. Dann gingen wir zum Abendessen ins Haus.
Nach dem Abendessen spielten wir noch bis neun Uhr. Dann mussten wir uns den Schlafanzug anziehen, duschen und die Zähne putzen. Das hört sich jetzt so an, als wäre jetzt Nachtruhe, aber so schlimm war es zum Glück nicht: Man durfte sich leise unterhalten oder lesen. Eine Stunde später war jetzt wirklich Nachtruhe.


Dienstag
Nach dem Frühstück stand der Kampf gegen die Borkenkäfer an!
Als alle sich mit Zeckenschutz eingesprüht hatten, erklärte Förster Rainer: „Wir machen im Wald ein großes Feuer. Dabei verbrennen wir Bäume und Äste, die vom Wind umgefallen sind oder von ihm abgebrochen wurden. Wenn ihr so etwas findet, werft es ins Feuer. Der Sinn der Sache ist: Die Borkenkäfer mögen besonders gerne Bäume und Äste, die tot sind, also die umgefallen oder abgebrochen sind. Denn sie können sich im Gegensatz zu den lebenden Bäumen nicht mit Harz wehren. Dann würden sie sich so stark vermehren, dass sie auch die lebenden Bäume angreifen würden! Das wollen wir doch nicht! Dazu bekommt jeder eine Astschere oder eine Säge.“
Das Feuer wurde riesig. Glück gehabt, das es keinen Waldbrand gab! Es machte richtig Spaß!
Angestrengt kamen wir zurück und haben erst einmal eine Stärkung gekriegt. Am Nachmittag schnitzen viele und es wurde Fußball gespielt.
Müde sind wir dann ins Bett gegangen.


Mittwoch
Als das Frühstück beendet war, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe sollte Vogelhäuschen bauen und die andere sollte den Preußenweg freischneiden von Ästen und Bäumen, die in den Weg hinein wuchsen, damit wieder das Holz abgeholt werden konnte, richtige Waldarbeit.
Die Waldarbeit – Gruppe fällte sehr dicke Bäume und schnitt mit der Astschere viele dünne Äste ab.
Insgesamt wurde hier richtig fleißig gearbeitet.
Am Nachmittag kam eine Überraschung: Wir durften unter der Aufsicht von Herrn Schneider Floß fahren und schwimmen.
Gleich bei der ersten Floßfahrt fiel Carlo aus Versehn ins Wasser. Aus Versehn? Ganz aus Versehn war das nicht. Marcel machte das gleiche. Danach durften wir noch schwimmen. Weil der Teich nicht gechlort war, mussten wir danach duschen.
Danach kam die nächste Überraschung: Ein Grillabend.
Die Aufgabe als Grillmeister übernahm der Gourmet und Lehrer Herr Schneider. Er hatte viel Talent und seine Würstchen schmeckten sehr gut. Das kann er gerne öfter machen!!!
Nach einer Schnitz- und Fußballpause kam das, worauf wir uns schon die ganze Zeit gefreut haben; die Nachtwanderung.
Der Forstwirt Ralf leitete die Nachtwanderung.
Nachdem wir ein kleines Stückchen gelaufen waren, erwartete uns die erste Mutprobe. Wir mussten ca. zweihundert Meter allein durch den Wald gehen. Einigen schauderte dabei richtig. Diejenigen, die sich nicht trauten, durften mit Herrn Schneider zusammen die Mutprobe machen.
Danach kam die etwas leichtere Mutprobe: Ralf stellte in einem ganz dunklem Waldstück Teelichter auf, denen wir folgen mussten.
Oben am Himmel sah man einige Sternbilder. Die sah man viel besser als in Bad Homburg.
Übermüdet kamen wir nach Hause und schliefen sofort ein.


Donnerstag
Am Donnerstag nach dem Frühstück baute die Gruppe, die gestern Waldarbeit gemacht hatte, Vogelhäuschen und umgekehrt. Das war schon schwieriger als am Mittwoch. Gestern musste man einfach nur „Ritsche ratsche“ machen und heute musste ganz genau gesägt werden, damit alles ganz genau zusammen passte. Der schwierigste Teil war, nachdem wir die Maße auf dem Holz markiert hatten, mit der Säge in das Holz rein zu schnitzen. Der leichtere Teil war, das Holz, das wir gesägt hatten, mit den Nägeln aneinander zu nageln. Als wir das Mittagessen beendet hatten, durften wir wieder Floß fahren und schwimmen.
Danach machten wir noch ein Spiel im Wald:
Herr Schneider und andere Kinder gingen in den Wald und legten Hinweise, wo sie sind. Frau Maier und der Rest der Gruppe suchte sie und fand sie dann sehr schnell.
Einige gingen bis zum Abendessen auf ihre Zimmer und schliefen oder unterhielten sich.
Als das Abendessen vorbei war, versammelten wir uns und sangen ein paar Lieder, die wir eigentlich beim Grillabend singen wollten. Dann spielten alle zusammen Fußball. Ein paar Kinder streichelten in der Zeit die Schafe.
Dann ging es ab ins Bett.

Freitag
Wir wachten auf und gingen zum Frühstück. Danach mussten wir die Betten abziehen, einpacken und die Taschen runter tragen. Später, als alle fertig waren, machten wir noch ein paar Abschiedsfotos. Dann kam schon der Bus. Als wir unsere Eltern wieder sahen, waren alle glücklich. Nachdem einige ganz viel Heimweh hatten, sahen sie jetzt endlich ihre Eltern wieder.


So schnell geht eine (schöne) Klassefahrt vorbei!
Dieser Bericht ist geschrieben von Carlo Retzlaff